Damals

Seit 1935  gibt es Reitturniere in Schmallenberg.

Der entscheidene Anstoß zur Durchführung eines Turniers kam von außen. Carl Schütte und Ernst Döpp aus Oberkirchen -beide passionierte Reiter, Gastronomen und Landwirte- forderten Anfang bis Mitte der 30er Jahre, auch in Schmallenberg ein Reitturnier zu veranstalten. Hierbei wurden sie besonders von Emil Gnacke aus Wormbach, Franz Stratmann aus Bracht und Alfons Köster, Johannes Sömer, Theodor Kewes aus Schmallenberg unterstützt.

Diese Idee schien schwer zu verwirklichen, da es in Schmallenberg noch keinen Reiterverein gab und Schmallenberg im Umfeld der Reitervereine Balve, Hellefeld, Hüsten, Siegen und Lippstadt sozusagen eine reiterliche Enklave bildete. Wer also sollte eine solche Veranstaltung organisieren?

Hier kamen nun die excellenten Verbindungen Carl Schüttes zu dem Grevensteiner Brauereibesitzers Carl Veltins voll zum tragen. Unter der Führung von Veltins war im Laufe von wenigen Jahren ein gut organisiertes Reiterwesen in den Kreisen Arnsberg, Siegen, Olpe, Wittgenstein, Meschede, Lippstadt und Soest aufgebaut worden. An der Seite von Carl Veltins stand wiederum ein junger Mann, der als Adjudant und als Geschäftsführer des Verbandes für die Ausbildung der 700-800 aktiven Reiter zuständig war und gleichzeitig der Ruf vorauseilte, ein glänzender Organisator zu sein:  Franz Bönner.

So kam es denn, daß man ohne einen eigenen Reiterverein als Rückhalt an die Durchführung des ersten Turniers am 11.und 12.Juli 1935 gehen konnte.

Etwa 180 Teilnehmer versammelten sich samstags auf dem Kirchplatz und zogen -eine Musikkapelle voraus- zum Turnierplatz auf der Lake. Die meisten Teilnehmer war von weither und per pedes angereist. Vor ihnen lagen nicht nur zwei oder mehr anstrengende und erfolgreiche Turniertage, sondern auch noch die Rückreise, die am darauffolgenden Montag erfolgen sollte. Die Unterbringung von Reiter und Pferd bereitete zunächst einige Schwierigkeiten. Da jedoch viele Bauern aus den benachbarten Orten Wormbach, Fleckenberg, Obringhausen und Grafschaft tatkräftig halfen, konnte auch dieses Problem gelöst werden.

Die Zuschauer, die das erste Schmallenberger Reitturnier besuchten, bekamen eine Fülle von Programmpunkten geboten. So hielt das abwechslungsreiche Programm nicht nur Dressur- und Springprüfungen der Klassen A und L, sondern auch Material- und Eignungsprüfungen und ein Rekordhochspringen bereit. Es glänzte vor allem auch durch eine Vielzahl von Gespannprüfungen, Eignungsprüfungen für Warmblut- und Kaltblutpferde.

Heute

Impressionen 2009
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Impressionen von 2006